Fluss der Vergänglichkeit

Die Serie

Fluss der Vergänglichkeit

 

Mit meiner Vorliebe für leerstehende und verfallene Gebäude, die mich schon seit meiner Kindheit faszinieren, fing alles an. Orte, die in keinem Reiseführer stehen oder gar zu den Sehenswürdigkeiten einer Stadt zählen und in die seit Ewigkeiten kein Mensch mehr einen Fuß hinein gewagt hat, genau solche Orte, die mir in meiner Kindheit als Abenteuerspielplatz dienten, sind heute Hauptbestandteil meiner Fotoserie. 

 

An solchen Orten scheint es, als wäre die Zeit stehen geblieben. Kein Ton ist zu hören, keine Menschenseele zu sehen. Meine Fotoserie begann mit dem Versuch den Zerfall auf einer künstlerischen Art und Weise darzustellen und damit auch die Kraft und Beständigkeit der Natur zu zeigen. 

 

Eine gottverlassene Welt, die nachdem sie von den Menschen zurück gelassen wurde, beginnt eine Art Eigenleben zu führen und sich allmählich verändert. Die Tapeten schälen sich von den Wänden, Farben bleichen mehr und mehr aus, Beton beginnt zu bröckeln und die Fußböden bilden abstrakte Formen durch die Feuchtigkeit. Rost macht sich breit... 

 

Die Natur nimmt sich Stück fürs Stück das zurück, was wir ihr einst nahmen. 

 

Alles, ausnahmslos alles, befindet sich im Fluss der Vergänglichkeit. 

 

 

 

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